| Montag, 15. Februar 2010 um 00:00 | |||
Unfall: Junge Mutter stürzt nach Rosenmontagszug ins Wasser, fährt mit Fähre und verschwindet - Suchaktion erfolglosSeligenstadt/Karlstein-Grosswelzheim
Ein 40-jähriger Alzenauer zog am Montagabend an der Fähranlegestelle in Seligenstadt eine Frau aus dem Main. Die junge Dame, die ein etwa sechsjähriges Kind bei sich hatte, setzte anschließend mit der Fähre nach Großwelzheim über und verschwand. Alle Versuche, die völlig durchnässte Frau noch am Abend ausfindig zu machen blieben ohne Ergebnis.
Dies berichtet die Polizeiinspektion Alzenau in einer Pressemitteilung. Gegen 19.10 Uhr stand eine Gruppe von Besuchern des Rosenmontagszugs an der Anlegestelle in Seligenstadt, um wieder auf die bayerische Seite überzusetzen. Die Fähre war zu diesem Zeitpunkt auf dem Rückweg vom Großwelzheimer Ufer. Kurz bevor sie wieder in Seligenstadt anlegte, kam eine etwa 30-jährige Frau mit einem etwa sechs Jahre alten Kind flotten Schrittes in Richtung Anlegestelle gelaufen. Während das Mädchen am Ufer stehen blieb, lief die junge Frau - mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Grund ihres Alkoholisierungsgrades - geradeaus weiter und fiel in den Main.
Hilfe abgelehntDer 40-jährige Mann aus Alzenau, der mit seiner Gattin ebenfalls auf die Fähre wartete, begab sich ins Wasser und zog die Frau mit Hilfe einiger anderer Passanten wieder ans Ufer. Im Anschluss setzten Frau und Kind mit der Fähre auf die bayerische Mainseite über. Sie verließen die Fähre und entfernten sich zu Fuß in Richtung Kahl.
Hilfen, die der jungen Mutter schon auf der Überfahrt in Aussicht gestellt wurden, lehnte diese barsch ab - unter anderem auch mehrere Angebote, Frau und Kind nach Hause zu fahren.
Da man sich um die junge Frau und insbesondere um das Kind Sorgen machte, verständigte der Retter vorsorglich Polizei und Rettungsdienst. Die daraufhin eingeleiteten Suchmaßnahmen blieben ohne Ergebnis: In der Annahme, Frau und Kind seien wohlbehalten nach Hause gelangt, wurde die Suchaktion - Polizei und Rettungsdienste setzten unter anderem einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera, ein Boot sowie Spürhunde ein - gegen 22 Uhr abgebrochen. Auch die Nachforschungen am Tag darauf, mit örtlichen Schwerpunkten in Kahl, Karlstein und Umgebung, brachten keine neuen Hinweise auf den Verbleib der Frau und des Kindes.
|


