Donnerstag, 27. Mai 2010 um 10:02

Aschaffenburger Spürhunde bei Entführtensuche
Einsatz: Staffel bei Suche nach Maria Bögerl dabei Aschaffenburg/Neresheim

An der Suche nach der entführten Maria Bögerl, der Frau des Heidenheimer Sparkassenchefs, waren auch die Rettungshunde der Staffel aus dem Kreisverband Aschaffenburg beteiligt. Beim wöchentlichen Training hatte man die Staffel als Teil des unterfränkischen Kontingents abgerufen und nach Neresheim geschickt.

Dort trafen die elf Helfer mit ihren vier Rettungshunden auf ein großes Aufgebot an Einsatzkräften. Drei Hubschrauber waren in der Luft, 500 Polizisten beteiligten sich an der Suche nach Maria Bögerl. Über 100 Suchhunde durchkämmten das Gebiet. Unterstände und Unterschlupfmöglichkeiten im Wald, Jagdhütten, Abwasserkanäle und Tümpel 20 Kilometer links und rechts der Autobahn sowie das Ufer des Härtsfeldsees wurden durchsucht. Bis zu 2000 Kräfte waren am Wochenende nach der Entführung vier Tage lang im Einsatz.
Polizeisprecher Bernhard Kohn lobte die aus ganz Deutschland angereisten 250 Rettungshundestaffeln. Die Hundeführer und die Hunde seien bis an die Grenzen der Erschöpfung gegangen, so Kohn.

Von Mittag bis Mitternacht
Bewährt haben sich bei dem Einsatz die beiden Aschaffenburger Staffelfahrzeuge: Zwölf Hundeboxen im Lastwagen bieten Ruhe- und Transportplätze für die Hunde, mit dem Geländewagen können die Suchtrupps in unwegsames Gebiet gefahren werden.
Staffelleiter Bernd Knecht ist mit der Organisation des Großeinsatzes sehr zufrieden, auch wenn die Suche letztlich erfolglos abgebrochen wurde. Die 54-jährige Maria Bögerl war am 12. Mai entführt worden. Das von ihrem Ehemann - wie von den Entführern telefonisch gefordert - an der A 7 deponierte Lösegeld wurde nicht abgeholt. Seither gab kein Lebenszeichen mehr von der Frau.

Eigentliches Einsatzgebiet der Obernauer Hundestaffel ist der gesamte Untermain. Ihre Alarmierung erfolgt über die Rettungsleitstelle, Tel. 1 92 22 oder 112.

rofu (Quelle: Main Echo vom 27.05.2010)