| Dienstag, 25. Mai 2010 um 17:10 | |||
Rettungshunde-Vorführung beim BRK Kahl am 22.5.2010
Einen Einblick in das Gerätetraining der Rettungshunde gab es beim Rotkreuzfest anlässlich der Fahrzeugweihe der BRK Bereitschaft in Kahl. Gezeigt werden sollte, dass für die Arbeit an Geräten eine gute Kommunikation zwischen Hund und Mensch notwendig ist. Nicht nur die sichere Ausführung der Übungen ist das Ziel, sondern auch das gegenseitige Verstehen und Vertrauen. Die Gerätearbeit ist ein wesentliches Element der Ausbildung zum Rettungshund. Sie dient dem Training von Körperbeherrschung und Selbstsicherheit für Extremsituationen. Dabei sollen die Hunde durch die Gerätearbeit nicht psychisch überfordert oder sogar körperlich verletzt werden. Daher gilt: Größtmögliche Sicherheit bei der Gerätearbeit! Nicht das Tempo ist ausschlaggebend, sondern eine sichere Ausführung der Arbeit.
Das Gerätetraining unserer Hunde ist kein Sport, sondern die Vorbereitung für den Ernstfall im Katastropheneinsatz und die Grundvoraussetzung für eine gesunde Heimkehr unserer Vierbeiner aus dem Einsatzgebiet. Die Ausbildung an den Geräten soll bewirken, dass der Hund selbständig Gefahren abschätzen und bewältigen kann und mit Geräuschen, Feuer, Rauch und Stress keine größeren Probleme hat. Zuerst kommt das „warm up“ bei allgemeinen Unterordnungsübungen (mit Sitz-, Platz-, und Steh- Befehlen), wobei die Hunde nicht einzeln, sondern in einer Gruppe arbeiten müssen.
Tunnel Dunkelheit und Enge symbolisiert der Tunnel. Der Rettungshund lernt, sich gezielt in Bereiche leiten zu lassen, die er nicht bis zum Ende einsehen kann. Das Vertrauen zu seinem Führer muss hier besonders ausgeprägt sein. Fassbrücke Einen beweglichen Untergrund stellte die Fassbrücke dar. Schon beim Aufspringen beginnt das Brett zu wackeln, mit jedem Tritt spürt der Hund, dass sich der Untergrund bewegt. Ohne Angst muss er seinen Weg gehen. Wippe Auf der Wippe soll der Hund die Mitte ausbalancieren, indem er selbst am Kipp-Punkt verharrt, die Wippe kippen lässt und dann bis zum Ende weitergeht. Leiter Leiterübungen fördern die allgemeine Trittsicherheit des Hundes, weil er seine Bewegungen sensibel koordinieren muss. Vorder- und Hinterhand müssen konzentriert eingesetzt werden. Hängematte Eine besondere Herausforderung stellt unsere „Hängematte“ dar. Holzsprossen sind beweglich miteinander verbunden und die Matte ihrer Länge nach zwischen zwei Böcken aufgehängt. Hier kommen der bewegliche Untergrund und die Koordination auf den Sprossen zusammen. Anzeigeübung Als Abschluss der Vorführung können die Zuschauer dann sehen, wie unsere Hunde einen gefundenen Patienten „anzeigen“: Durch Verbellen im Abstand melden die Hunde den Fundort.
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