Mittwoch, 09. Juni 2010 um 19:09

(Main Echo Obernburg, 8.6.2010) 

Alles für ein Leckerli - Tag des Hundes: Schweizer-Sennehund-Verein veranstaltet Aktionen rund um der Deutschen liebstes Haustier

Drei Fragen

 GROSSWALLSTADT. Die Rettungshundearbeit im Deutschen Roten Kreuz ist Bestandteil des kostenlosen Hilfeleistungssystems. Seit 2003 gibt es im Kreisverband Aschaffenburg eine Schnelleinsatzgruppe mit fünf Ret­tungshunden, 18 befinden sich derzeit in Ausbildung. Sylvia Breckl sprach mit dem taktischen Leiter der BRK-Bereitschaft Aschaffenburg-Obernau, Thomas Hoffmann, über die ehren­amtliche Arbeit mit den Vierbeinern.

Wie kann man sich die Arbeit mit einer Rettungshundestaffel vorstellen?

 

Polizei oder Feuerwehr fordern die Hundestaffel über die Leitstelle an. Diese kontaktiert dann ähnlich wie bei der Freiwilligen Feuerwehr die Teams. Mit unseren Hunden su­chen wir vermisste Personen in un­wegsamem Gelände. Das können ältere Personen sein, die die Ori­entierung verloren haben, Kinder und Wanderer, die sich verlaufen haben oder Sportler, die nach ei­nem Unfall hilflos im Wald liegen. Wir retten die Personen, leisten le­bensrettende Sofortmaßnahmen und übergeben die Person an den Rettungsdienst.

Warum werden dabei Hunde eingesetzt?

Unsere Hunde sind in der Lage, Personen auf große Distanz zu rie­chen und zu finden. Sie sind auf menschliche Geruchspartikel trai­niert, das heißt, sie verfolgen nicht den Individualgeruch einer Person, sondern schlagen bei jeder menschlicher Witterung an. Das kann dann auch der Waldarbeiter sein, aber besser einmal mehr ge­funden, als gar nicht Die Hunde laufen frei und werden vor allem in Waldgebieten eingesetzt. Um in ei­nem Wald von 50 Metern Breite und 100 Metern Länge eine bewusstlose Person zu finden, ist eine Suchkette von zehn Personen etwa 30 Minu­ten unterwegs. Ein Hundeteam braucht rund zehn Minuten.

Wer kann sich zum Rettungshundeteam ausbilden lassen?

Eigentlich jeder, der einen mittel­großen Hund hat. Dieser wird von uns auf Eignung und Wesen getes­tet. Dann durchlaufen Hund und Halter eine Ausbildung von zwei bis drei Jahren. Mit dem Hund werden Gehorsam, Geschicklichkeit sowie Trümmer- und Flächensuche trai­niert Der Hundehalter erhält eine Grundausbildung für die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes und eine Fachdienstausbildung als Rettungshundeführer. Dabei lernt er, mit Karte, Kompass, Funk und Einsatztaktik umzugehen. Dann legen beide als Team eine aufwendige Prüfung ab: Innerhalb von 20 Mi­nuten müssen sie auf einer Fläche von 30000 Quadratmetern mindes­tens zwei Opfer finden.

 

Kontakt: BRK Bereitschaft Aschaffenburg-Obernau,
                 Fachdienst Rettungshundestaffel,
                 Hauptstr. 21, Aschaffenburg, 
                 Telefon 06028/6209. im Notfall 06021/19222,
                 internet: www.brk-rettungshunde-ab.de

Für weitere Fragen ider interesse an unserer Arbeit steht Ihnen jederzeit unser Staffelleiter Bernd Knecht zur Verfügung unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.